Folkband “Irish Stew” im POM
Guiness-Bier und irische Live-Musik - am Samstag Abend erinnerte die Atmosphäre im Kulturzentrum POM an die in einem irischen Pub. Die Windecker Band “Irish Stew” war zu Gast und bot dem Publikum eine unterhaltsame Mischung aus irischer, schottischer und bretonischer Folkmusik.
“Unser Programm beinhaltet überwiegend traditionelle Stücke, die teilweise über 100 Jahre alt sind”, erläuterte Sänger und Frontmann Günter Koch. “Viele davon haben wir aber verändert, rockiger gemacht.”
Traditionelle Stücke in moderner Gestaltung sind das unverkennbare Markenzeichen der Folkband. So kam das Publikum beispielsweise in den Hörgenuss der Volkslieder “What shall we do with a drunken sailor” oder “Whiskey in the jar” - in einer aufgepeppten Version. Die Band besticht durch die vielfältige Zusammensetzung der Instrumente: Außer den klassischen irischen Instrumenten wie Geige und Gitarre wartet “Irish Stew” mit Schlagzeug, Cello und Mandoline auf. Frontmann Günter Koch und Sängerin Stefanie Horn wurden durch Birgit Heydel (Violine), Imke Frobeen (Cello), Klaus Gresista (Gitarre) und Ingo Meyer (Schlagzeug) komplettiert und überzeugten durch Virtuosität und atemberaubendes Spieltempo bis die Saiten qualmten.
Gut, dass die Band auch zahlreiche Balladen präsentierte - zum Atemholen. Frontmann Günter Koch führte gewitzt und augenzwinkernd durch den Abend. Mit kurzen Geschichten erläuterte er den Inhalt einiger Lieder. Rundum gelungen empfand das Publikum den Auftritt von “Irish Stew” - zu späterer Stunde wurde die Stimmung immer ausgelassener. Spätestens nach der Pause ließen sich viele Gäste von den schnellen, rhythmischen Melodien mitreißen und wagten sich auf die Tanzfläche. Erst nach rund zweieinhalb Stunden und vier Zugaben entließen sie die Musiker von der Bühne.
Remscheider Generalanzeiger 07.04.2009 von Jasmin Wittkowski
Die Hüter der schottischen Musiktradition
Legendäre “Battlefield Band” und “Irish Stew” heizten ein
TROISDORF. Wer bei der ersten Folknacht in der Sieglarer Küz zugegen war, wird gefragt haben, warum solche Abende voller mitreißender Musik so spärlich gesät sind. Denn was dort geboten wurde, hatte das Prädikat “Extraklasse” mehr als verdient. Eine phänomenale Atmosphäre in der toll beleuchteten Küz stimmte das gut aufgelegte Publikum auf die beiden Bands ein, die mit ihrer Mischung aus traditionellen irischen und schottischen Melodien und modernen Arrangements die Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute fesselten.
“Irish Stew” aus Windeck und Köln eröffnete die erste Folknacht und begeisterte von Beginn an mit einem natürlichen und erfrischenden Sound, denn die Besetzung der regional bekannten Band ist alles andere als üblich. Neben den typisch irischen Gitarren und der obligatorischen Geige gesellt sich mit Imke Frobeen noch eine Cellistin hinzu, was den Klang der Band erst komplettiert.
Irische Folksongs mit einem guten Schuss Rock und tiefgehenden Balladen sind die Markenzeichen der Band um Bandleader Günter Koch, der seine Liebe zur irischen Musik während eines USA-Aufenthalts für sich entdeckte. Seit der Gründung im Jahre 2000 veränderte sich das Line-Up der Folkrocker um ihre talentierte Frontsängerin Stefanie Horn immer wieder, so dass der Name “Irish Stew” (so nennt sich der Eintopf der Iren) auch Programm ist.
Ungewöhnliche Arrangements und mit Imke Forbeen am Cello in ungewöhnlicher Besetzung bot “Irish Stew” irische Folksongs mit einem Schuss Rock, bevor die Gruppe für die legendäre “Battlefield Band” aus Schottland die Bühne räumte.
(Foto: Böschemeyer)
Kölnische Rundschau 29.01.2008 von Patrick Lülsdorf
Temporeiche Dialoge
“… In Spielfreude und Technik standen den Schotten die Windecker Formation ?Irish Stew?, die als Vorgruppe spielten, in nichts nach. Partystimmung kam bei schnellen Folk-Rock Nummern wie ?I don’t mind at all? auf; Sängerin Stefanie Horn bestach durch lupenreinen Gesang, Sänger Günter Koch glänzte als charmanter Moderator, und die ungewöhnliche Instrumentierung sorgte für eine Erlebnis der besonderen Art: Zu Schlagzeug, Gitarre, Mandoline und Geige gesellte sich noch das Cello, das Imke Frobeen für Klangteppiche in tiefen Tonlagen wie auch als Bass einsetzte.”
Rhein-Sieg-Anzeiger 24.1.08 von Andreas Helfer